Des oasis de verdure en Hesse rhénane – qu'est-ce qui y fleurit donc ?

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Rheinhessen steht für hochkarätige und facettenreiche Weine, Hiwweltouren durch die hügelige Toskana-Landschaft westlich des Rheinknies und natürlich kulinarische Hochgenüsse.

Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken: Heute werde ich euch 6 grüne Oasen in Rheinhessen vorstellen, die ihr bestimmt noch nicht alle besucht habt! Wir beginnen unsere Reise im Norden, direkt am Rhein.

Buntes Treiben am Kulturufer in Bingen

Zwischen dem sagenumwobenen Mäuseturm im Mittelrheintal und dem Fähranleger, der reichlich Gäste vom gegenüberliegenden Rüdesheim nach Bingen chauffiert, erstreckt sich das „Kulturufer Bingen“. Ein Ort der Begegnung, der Feierlaune und des Genusses. „Rhein in Flammen“, „Bingen swingt“, „Das Museum am Strom“ – all das steht für das vielseitige Kulturufer der charmanten Stadt. Aber das Kulturufer ist nicht nur lebendig, sondern auch ein Ort der Ruhe und des Genusses. Der historische Kran erinnert an längst vergangene Zeiten und den am Rhein gelegenen Wirtschaftsstandort; in direkter Nachbarschaft versteckt sich – wenn wir ein paar Stufen erklimmen – unsere erste grüne Oase. Der kreativ gestaltete Garten neben dem historischen Kran verzaubert mit seiner Blütenpracht zu jeder Jahreszeit seine Besucher und lädt in lauschigen Ecken zum Genießen und Verweilen ein. Ein heimeliger Ort, ein gutes Buch, den Blick in die Ferne auf das gegenüberliegende Niederwalddenkmal auf hessischer Rheinseite schweifen lassen – es könnte besser nicht sein – diese Oase habe ich für mich entdeckt.

Besonders reizvoll ist es entlang der südlichen Rheinpromenade in den Frühjahrsmonaten: Die Blütenexplosion in Rosa- und Rottönen verzaubert Spaziergänger und Fotografen ebenso wie die ersten Insekten, die sich am Nektar der Blüten laben. Der Japanische Zierkirschenhain in direkter Nachbarschaft schmückt die im Rahmen der Landesgartenschau 2008 neu gestaltete Uferpromenade mit seinem imposanten Farbenspiel. Er vereint historische Elemente, wie z. B. den Industriekran, mit modernen Elementen, wie der Sonnenuhr oder der riesigen Kirsche in den weitläufigen Gartenanlagen und den Partnerschaftsgärten entlang des Rheins.

Beim Erkunden der Uferpromenade entdecken wir die Kunstobjekte der Skulpturen-Triennale. Die Ausstellung zeitgenössischer Skulpturen findet alle drei Jahre statt und bietet vor der beeindruckenden Kulisse des Mittelrheintals eine Plattform für bekannte Nachwuchstalente wie auch erfahrene Künstler. Das diesjährige Motto lautet „Verbindung und Zusammenhalt“

Unterschiedliche Gastronomiebetriebe, ein alter Rheinkahn, der zum Spielschiff umgebaut wurde, lauschige, ruhige Ecken im Dichterkabinett unter schattenspendenden Kastanien und nicht zu vergessen der „Hildegarten“ direkt neben dem Musée au bord du fleuve, bieten Raum für Erholung und Genuss in der Natur.

Der klassisch angelegte „Hildegarten“ ist der bekanntesten Tochter der Stadt Bingen gewidmet. Wir finden Kräuter, Sträucher und Bäume, deren Heilwirkung die Hl. Hildegard von Bingen in der Schrift „Physika“ beschrieben hat. Beim Plätschern am Quellenbrunnen ist innere Einkehr vom stressigen Treiben des Alltags eine willkommene Auszeit für alle Sinne.

Wasserspiel und Garten am Museum am Strom in Bingen

Wer nun das Mittelrheintal mit seinen unzähligen Burgen auf dem Wasser entdecken möchte, kann ab hier mit einem der Fahrgastschiffe ablegen und das Ufer aus einer anderen Perspektive entdecken, Ahoi!

Bunte Tulpenbeete am Binger Kulturufer mit Blick auf die Schifffahrt

Eine „Pflanzen-Weltreise“ durch den Botanischen Garten der JGU Mainz

Nicht nur für Studierende der Johannes-Gutenberg-Universität hat der Botanische Garten in Mainz seine Türen geöffnet. Das Angebot der „Grünen Schule“ umfasst vielfältige Führungen und Veranstaltungen auf dem Gelände des botanischen Gartens, so auch die Sonntagsführungen. An einer solchen Führung habe ich teilgenommen und war begeistert von der Pflanzenvielfalt und der Begeisterung des „Grünen Lehrers“. Auf dem Programm stehen Themen wie „Taschentuchbaum“ (der die Grundlage des Logos des Botanischen Gartens bildet), „Pflanzenbestimmung leicht gemacht“, „Wilde Vielfalt im Garten“, „Ein kulinarischer Streifzug durch die Kreuzblütengewächse“, „Blüten und ihre Bestäuber“ und noch viele spannende Themen für Florabegeisterte.

Probieren, anfassen, Fragen stellen – hier geht es praktisch zur Sache.

Wissen für Alle!
Der Garten wurde im Jahr 1946 gegründet und ist seither stetig gewachsen und weiterentwickelt worden. Das neueste Highlight ist das Gewächshaus, das Heimat für allerlei Sukkulenten und Kakteen bietet.

Eigentliche Funktion des Gartens: Hier werden Pflanzen für Lehr- und Forschungszwecke bereitgestellt. Er ist aber darüber hinaus kostenfrei zu den Heures d'ouverture für Besucher offen. Neben den Gewächshäusern gibt es auch eine Steppenanlage, die Nachbildung des „Mainzer Sandes“ und eine Systemanlage mit über 3.500 Beeten.

Jede Jahreszeit hat in der Natur, so auch im Botanischen Garten in Mainz, ihren eigenen Reiz.

Ob ein Spaziergang durch die Baumriesen, Koniferen und Ginkgo, durch das Steppengebiet oder den Gemüsegarten. Hier treffen wir eine riesige Pflanzenvielfalt an, die Beschilderung gibt Auskunft über den deutschen und lateinischen Namen sowie ihre Herkunft.

Ruheoasen und lauschige Plätzchen laden zum Verweilen ein
Die Skulptur einer netten Dame wartet auf meine Gesellschaft, um die vielen bunten und wohlriechenden Eindrücke auf mich wirken zu lassen. Auf ihrem Bänkchen ist noch ein Plätzchen frei…

Skulptur einer Frau, die die Natur auf einer Bank im Botanischen Garten Mainz genießt

Aber auch im Rosenpavillon und auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten in der Sonne oder unter altem Baumbestand lässt es sich gut pausieren. Auch kann die Picknickdecke auf den Wiesen ausgebreitet werden. Solange man hier keine Blumen pflückt oder zerstört, ist das erlaubt. 

Wer nicht nur fotografieren und genießen, sondern tiefer in die Pflanzenbestimmung eintauchen möchte, kann den gesamten Pflanzenbestand des botanischen Gartens in Mainz auf der Website mit dem „Garden Explorer“ explorer.

Blühendes Staudenbeet mit verschiedenen Pflanzenarten

Ich zitiere – und das könnte ich nicht besser in Worte fassen – die Aussage auf der Website: „Als Garten ist er zugleich ein Ort der Muse, Inspiration und Entspannung auf dem Campus der Johannes-Gutenberg-Universität. Ein Ort, an dem die Ästhetik der Natur erfahrbar ist und das Wissen über die Kulturgeschichte der Pflanzen bewahrt und vermittelt wird. Zugleich ist der Botanische Garten durch seine gärtnerische und wissenschaftliche Expertise ein unverzichtbarer Akteur für die Erhaltung bedrohter Wildpflanzen und Kultursorten. Damit reicht die gesellschaftliche Bedeutung des Botanischen Gartens über die Kernaufgaben der Universität hinaus.“

Ein Spaziergang, eine Pause – das Erlebnis dieser grünen und bunten Oase lohnt auf jeden Fall!

Ein versteckter Kraftort in allen Farbfacetten – der Rathausgarten in Dexheim

Für Besucher der „offenen Gärten in Rheinhessen“ schon lange kein Geheimtipp mehr, aber warst Du schon zu Gast im alten Schulgarten in Dexheim?
Lange Zeit im Dornröschenschlaf versunken, hat eine Gruppe von Ehrenamtshelfern in Dexheim dem alten Lehrergarten im Schatten des heutigen Rathauses neues Leben eingehaucht. Allen voran ist es das Herzensprojekt von Tina Kühne, die mit großem Einsatz die verwilderte Fläche zu einem Kleinod in dem kleinen Winzerort in Rheinhessen verwandelt hat.

Romantischer Cottage Garten mit gemütlichen Ecken
Ein schmaler Zugang durch Rosenbögen, eine gemütliche Sitzecke, und dann eröffnet sich auf der ca. 1000 m² Fläche der liebevoll angelegte Rathausgarten, der täglich von 9 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet ist.

Unter dem schattenspendenden Ahornbaum wurde ein Holzofenbackhaus errichtet. Zu besonderen Anlässen, wie z. B. am Tag der offenen Gärten oder zu Dorffesten, wird hier ordentlich eingeheizt. Die Insider wissen schon, dass sie hier köstliches Roggenbrot vorbestellen können. Aber natürlich ist genügend vorbereitet, damit ein frischer Laib Brot auch von spontan Hungrigen erworben werden kann.

Wer es natürlich, ursprünglich und vielleicht auch ein bisschen wild mag, ist hier genau richtig: lauschige Ecken unter Rosenbüschen, Deko aus Fundstücken, die hier eine neue Heimat gefunden haben – genau mein Geschmack!

Bunter Naturgarten mit vielfältigen Blüten im Rathausgarten Dexheim

Gartenplanung in Fächerform
Bei der Planung des Gartens hat Tina Kühne eine besondere Idee verfolgt: die Anlage eines Gartens in Fächerform. Ein Farbfächer aus der Farbenlehre, wie wir ihn aus dem Kunstunterricht kennen. So finden sich im hinteren Teil der Gartenanlage uns wohlbekannte, aber auch sehr seltene Stauden, und zwar alle schön nach Farben sortiert. 

Gelb …

Eine bunte Oase inmitten von Dexheim, Schatten und Sonne, Träumen, Schmetterlinge beobachten… ein Kraftort!
Vielleicht treffen wir uns hier mal?

Der Kapellengarten in Oppenheim

Das versteckte Kleinod im Schatten des gotischen Riesen
Das touristische Treiben in Oppenheim findet vor allem im Untergrund, in der Katharinenkirche, der bedeutendsten gotischen Kirche zwischen Köln und Straßburg und dem mystischen Gebeinhaus, nördlich der Kirche statt. Aber nur wenige Stufen oberhalb, direkt neben der Michaelskapelle, versteckt sich ein wunderschönes Kleinod, was oft unentdeckt bleibt.

Ruhe und Einkehr
Im ehemaligen Küstergarten, der 2007 als Hochgarten im Stil eines klassischen Klostergartens angelegt wurde, finden wir einen Ort der Ruhe und der Besinnung. Ursprünglich diente der Küstergarten zur Ernährung und Erholung der Küsterfamilie, die Blumen wurden als Altarschmuck im Gotteshaus verwendet.

Das Wegekreuz ist mit duftendem Edelgamander eingefasst, und zwischen leuchtend rosa Apothekerrosen verstecken sich Ruhebänke an der alten Kirchenmauer. Ein Platz der Stille und zur Einkehr.

Symbolik und Heilung
Hier wächst keine Pflanze zufällig!
Silke Rautenberg und Peter Schön pflegen den Garten und haben die Pflanzen nach ganz bestimmten Kriterien ausgewählt. So blüht die historische Strauchrose „Félicité Parmentier“ mit ihrem exquisiten Duft und der rosa angehauchten, weißen, gefüllten Blüte nicht ohne Grund im Schatten der Katharinenkirche: Ihr Züchtungsjahr erinnert an die erste umfassende Renovierung, die 1834–1845 stattfand. 

Historische Strauchrose „Félicité Parmentier“ im Kapellengarten Oppenheim

Mein Besuch im Kapellengarten wird begleitet von der Biologin Dr. Anna Packeiser, deren Aufgabe es ist, den Kirchgarten um die Kirche zu pflegen und klimaangepasst zu bepflanzen. Sie erklärt mir die Symbolik der uns aus unseren Wohngärten vertrauten Akelei: sie ist die Pflanze des Heiligen Geistes. Die Blüte, umgedreht, symbolisiert im Kreis sitzende Tauben, die in der Bibel im engen Zusammenhang mit dem Heiligen Geist stehen.

„Rose ohne Dornen“, das ist die Pfingstrose, symbolisch für Maria. So haben hier alle Pflanzen ihren Bezug zum Glauben und zur Kirchengeschichte.

Eine letzte möchte ich noch erwähnen: den Akanthus. Seine Blattform dient als bekanntes Gestaltungselement an korinthischen Säulen und Kirchenkapitellen, er symbolisiert Widerstandskraft, aber auch als Heilpflanze soll er der Wundheilung dienen. Ich könnte ewig den interessanten Erzählungen lauschen.

Duftexplosion – Kräuter, Stauden, Rosen
Besondere Bedeutung wird den Heilkräutern zugemessen. Rosmarin, Schafgarbe, Borretsch, Fenchel, Stockrosen, Küchensalbei, Beinwell, Ysop, Mutterkraut, Dost, Römische Kamille und noch einige mehr ergänzen die vielseitige Bepflanzung.

Der Garten ist für Besucher täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Ein echter Geheimtipp, versteckt in der Oppenheimer Altstadt.

Führungen werden über den „Verein der Freunde und Förderer der St. Katharinenkirche zu Oppenheim“ angeboten und begeistern Pflanzenbegeisterte aus Nah und Fern.

Die Bilder durften mit freundlicher Genehmigung der Kirchengemeinde Oppenheim erstellt werden, vielen Dank.

Ein Spaziergang durch den Herrnsheimer Schlosspark

Ganz im Süden von Rheinhessen durchqueren der RheinTerrassenWeg et le Lutherweg das weitläufige Parkgelände im Wormser Stadtteil Herrnsheim.

Herrschaftliches Empire Schloss in Rheinhessen
Das ursprünglich barocke Château de Herrnsheim stammt aus der Zeit nach 1711, wurde allerdings 1792 schwer beschädigt und wieder aufgebaut und im Jahr 1840 nochmals verändert. Als besonderes Kulturgut der Empire-Schlösser in Rheinland-Pfalz ist es ein beliebtes Urlaubsziel für Kulturinteressierte. Derzeit wird es aufwändig restauriert, Der Innenbereich ist daher ausschließlich über den virtuellen Rundgang zu besichtigen.

Bis es wieder in vollem Glanze für Hochzeiten und Führungen seine Pforten öffnet, ist der weitläufige Schlossgarten mit den Pavillons und kleinen Seen für Besucher immer zugänglich.

Die Blickachse zum Schloss
Das rund 10,5 Hektar große Parkgelände zählt zu den beliebtesten Kulissen für unvergessliche Hochzeitsshootings. Weiße Brücken, idyllische Teiche, weitläufige Wiesen, schattige Waldflächen und eine malerische Insel schaffen immer wieder neue, faszinierende Perspektiven. Vorbei an eleganten weißen Pavillons entstehen romantische Motive, die den besonderen Charme eines der bedeutendsten englischen Landschaftsgärten in Rheinland-Pfalz eindrucksvoll in Szene setzen. Hier wird jeder Moment zu einer zeitlosen Erinnerung – eingebettet in eine Atmosphäre voller Ruhe, Schönheit und Eleganz.

Veranstaltungen auf dem Parkgelände
Aber der Park kann auch anders: Er bietet eine malerische Kulisse für Konzerte wie auch für das Frühlingsfest, Kräuter- und Heilpflanzenführungen und nicht zu vergessen den „Tag des offenen Denkmals“. 

Aktuelle Termine findet Ihr auf der Site web des Fördervereins Schloss & Park Herrnsheim e.V. 

Führungen für Gruppen können über die Site web online gebucht werden.

Skulptur „Vater Rhein“ am Teich im Herrnsheimer Schlossgarten

Ein Blick zu den Nachbarn: Die grüne Lunge von Bad Kreuznach

Tief durchatmen und genießen…

… das ist im Kurpark von Bad Kreuznach selbstverständlich. Nicht nur die weitläufige Wiese an der angrenzenden Nahe lädt zum Erholen ein, sondern auch das Freiluftgradierwerk ist für jeden frei zugänglich.

Gradierwerk im Salinental Bad Kreuznach mit Freiluftinhalatorium

Das gemütliche Kurstädtchen hat sein ganz eigenes Flair. Kurgäste flanieren durch den Garten, eine Gruppe von jungen Leuten hat es sich auf der Wiese gemütlich gemacht, hier ist Erholung auf Platz 1!

Das Thermalheilwasser aus bis zu 500m tiefen Quellen sorgt für die heilende frische Meeresbrise und die wohltuende Wirkung des salzhaltigen Heilwassernebels umweht die Gäste, die sich um den Solezerstäuber versammelt haben.

Insgesamt neun Freiluftgradierwerke sorgen für das heilende Klima in Bad Kreuznach und ziehen Kurgäste, Urlauber und Tagesgäste gleichermaßen in ihren Bann. Die Berieselung erfolgt von Ostern bis November täglich von 8 bis 21 Uhr.

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J'ai toujours vécu en Hesse rhénane, mais je suis encore loin de connaître tous les recoins de ma chère patrie. Je me réjouis que vous m'accompagniez à l'avenir dans mes nouvelles découvertes.

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